RPG-Blog-O-Quest #30 – Abenteuer

30.03.2018
Die monatliche Blog-O-Quest feiert ein rundes Jubiläum mit Fragensammlung Nummer 30 über Abenteuer, so dass auch ich mit meinen persönlichen Vorlieben Rede und Antwort stehen möchte.


Zum warm werden: Eine Statusmeldung

  • Mein letztes System ist wie schon seit Jahren DnD 3e Eberron. Dies ist nicht nur der anhaltenden Kampagne über die Jagd nach vier Quori-Artefakten geschuldet, sondern auch dem langsamen Spielturnus meiner Runde: Die letzte Setzung fand im Dezember 2017 statt, und für Anfang April ist auch endlich eine im neuen Jahr geplant.
     
  • Mein letzter Charakter ist dementsprechend weiterhin der Kriegsgeschmiedete JNG-271, genannt "Junge".
     
  • Mein letztes Abenteuer war der Fund eines der oben genannten Quori-Artefakte, für das der Spielleiter ein Dungeon aus Tales from the Yawning Portal zweckentfremdete.

Die Fragen:
 
  1. Ich empfinde vier bis fünf Stunden als ideale Dauer für ein One-Shot Abenteuer bzw. eine einzelne Spielrunde, weil ich ein alter Mann bin und in den bei mir üblichen abendlichen Runden doch schlappmacht, wenn sich die Uhr gen Mitternacht neigt.
     
  2. Ich wünsche mir ein Abenteuer, in dem etablierte Klischees vorkommen und entweder genüßlich ausgewalzt oder perfide auf den Kopf gestellt werden, denn was soll schon falsch sein an etablierten Tropen?
     
  3. Welchen (eher unbekannten) Film möchtest Du gerne einmal als Abenteuer nachspielen, bzw. in ein Abenteuer verwursten und warum? Hast Du das vielleicht sogar schon gemacht und wie waren dann die Erfahrungen damit?
    Meine Inspiriation in Bezug auf Filme ziehe ich lieber aus Artbooks und den Möglichkeiten, was alles hätte sein können. Direkte Erfahrung mit der Umsetzung eines Films ins Rollenspiel habe ich also nicht. Allerdings fallen mir einige etwas ältere Filme ein, die einige interessante Ideen für das Rollenspiel mitbringen.

    Der viel zu unbekannte Snowpiercer beeindruckt mich wegen seines eingeschränkten und gradlinigen Settings. Die Protagonisten müssen sich vom Ende des namensgebenden Zugs bis an die Spitze kämpfen, und es gibt nur eine Richtung, in die es weitergehen kann: Nach vorne. Trotz dieser Limitierung und offensichtlichen Wegvorgabe offenbart sich dem Zuschauer über diese Reise ein wirklich überraschendes Innenleben, sowohl was den Aufbau der einzelnen Waggons als auch die darin lebende Gesellschaft angeht. Als Ideengeber für ein Verlies sicherlich nicht zu verachten.

    Der beklemmende Buried besticht sogar noch stärker durch die Limitierung seines Schauplatzes: Der Protagonist (Ryan Reynolds, bevor er mit Green Lantern und Deadpool die Höhen und Tiefen des Superheldengenres durchlebte) ist wegen einer Lösegeldforderung in einem Sarg lebendig vergraben worden und hat nur zwei Stunden, um gefunden zu werden. Als Idee für eine intime Runde für einen Spielleiter und einen Spieler faszinierend.

    Zuletzt lässt mich der nicht wirklich unbekannte Ex Machina überlegen, ob man aus dem Prinzip des Touring-Tests nicht etwas machen könnte. Hm, ein Minirollenspiel, mit KIs samt einem letzten Unverständnis für menschliche Kommunikation auf der einen und Menschen auf der anderen Seite, die die Kunstwesen enttarnen sollen, wäre ein spannendes Konzept. Aber das sprengt wohl auch den Rahmen des Themas "Abenteuer".
     
  4.    

     
  5. Der Einstieg in ein Abenteuer ist oftmals recht abgegriffen (die Erbschaft des unbekannten Stiefonkels schwiegermütterlicherseits …). Wie sah der beste Einstieg in ein Abenteuer aus, den Du (mit-)gemacht hast?
    Dies waren wohl die Einzelsitzungen in eine Kampagne zu Gymnasiumszeiten, über die ich hier detaillierter berichtet habe.
     
  6. Wenn es einen Publikumspreis für ein Abenteuer gäbe, gäbe ich meine Stimme für Das Grabmal von Brig-Lo für DSA2, denn bei Erscheinen zu Beginn der 1990er habe ich dessen Verknüpfung von Rollenspielklischees mit nachvollziehbarer Logik innerhalb der Spielwelt sehr genossen. Zum Glück habe ich das Abenteuer aber auch fast dreißig Jahre nicht mehr in Händen gehalten, sonst fiele mein nostalgisch verklärtes Urteil sicher anders aus.
     
  7. Bonusfrage: Welches System möchtest Du unbedingt in diesem Jahr einmal auf einer Convention ausprobieren, bzw. wäre vielleicht sogar den Besuch einer Convention wert?
    Dazu brauche ich keinen Conventionbesuch, als seelenloser Rollenspielsammler habe ich die in Frage kommenden Systeme eh im Regal und müsste eher meine etablierte Gruppe von einem Testabend überzeugen.


Die Blog-O-Quest
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  • Jeder Monat erhält ein Hauptthema, um das sich die Fragen drehen. Im März 2018 stammen diese von Jaegers.net.
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