Meine gesammelte 31-Tage-Queste

31.10.2013
Für diesen Oktober rief David "Tsu" Reichgeld in der Google+-Community Rollenspieler (deutschsprachig) zu der Queste auf, jeden Tag eine Frage über persönliche Vorlieben, Erfahrungen und Einschätzungen in unserem Hobby zu beantworten. Auch ich habe jeden Tag brav dazu beigetragen; da ich es aber unschicklich finde, den eigenen Blog (und den Feed von rsp-blogs.de) mit täglichen Gedankenfetzen zu überfrachten, folgen hier nun meine gesammelten Beiträge.

Dennoch lege ich jedem wärmstens ans Herz, sich ob der Vielfalt die Antworten der Community durchzulesen - ein Google+-Konto ist dafür nicht notwendig. Nun aber zu den Fragen und meinen persönlichen Antworten.

Spiel 2013 - Eine Einkaufsliste

21.10.2013
Wie in jedem Jahr steht die größte Publikumsmesse für Brettspiele vor der Tür: Die Internationalen Spieltage 2013 in Essen. Und wie in jedem Jahr werde ich alle vier Tage vor Ort sein und fleißig Neuveröffentlichungen und Klassiker erklären: Donnerstag am Stand von Steve Jackson Games (2-C118), Freitag bis Sonntag dann bei Pegasus Spiele (3-M110).
Nach peniblem Studium der Neuheitenlisten der Spielbox und von BoardGameGeek werde ich natürlich nebenher auch selbst auf die Jagd nach diversen Anschaffungen gehen. Da der Platz in meinen Regalen langsam sehr exaktes Stapeln nötig macht, lege ich in diesem Jahr vor allem mein Augenmerk auf kompakte Brettspiele; aber auch ein paar ausgewählte Rollenspieltitel haben mein Interesse geweckt.


Das Arsenal, das nicht funktionierte

28.09.2013
Im Sommer 2007 verbrachte ich mich mit meiner Frau eine herrliche Woche in Venedig. Beim Besuch der Biennale offenbarte sich mir dabei ein wichtiges Stück der Geschichte des Stadtstaats, das komischerweise den meisten Touristen entgeht: Die alte Schiffswerft des Arsenals, in der Dank normierter Teile Schiffe in Rekordzeit zu Wasser gelassen werden konnten. Seitdem versuche ich, diese Vorlage in ein ansprechendes Brettspiel umzusetzen.

Allerdings kann es auch im Spieldesign vorkommen, dass man ohne es zu merken erst einmal einen völlig falschen Ansatz verfolgt – und so erwies mein erster umfangreicher Prototyp von 2009 trotz diverser Änderungen als kompletter Fehlschlag. Vielleicht kann man ja aus meinen Fehlern Lehren für die eigenen Entwürfe ziehen.

Netzfund: Good Little Games

19.09.2013
Seit einigen Monaten bietet die britische Seite Good Little Games kostenlose Print-and-Play-Mikrospiele an. Derzeit umfasst das Angebot zehn Titel verschiedenster Genres vom Bluff- bis zum einfachen Eroberungsspiel.



Die Designvorgaben sind faszinierend: Ein Spiel darf lediglich 18 Spielkarten sowie die Regeln umfassen. Zusätzlich dürfen Komponenten verwendet werden, die in jedem Spielerhaushalt zu erwarten sind, wie etwa Würfel, Pöppel oder Zettel und Stift. Schon das kleine Bluffkartenspiel Love Letter (hier von mir rezensiert) hat gezeigt, dass selbst in diesem kleinen Format sehr gute Spiele möglich sind. Nun juckt es mir in den Fingern, ob ich mit diesen herausfordernden Beschränkungen ebenfalls etwas ordentliches basteln kann.

Gefunden – wenn auch viel zu spät – bei Purple Pawn.

Range Strip statt Battlemap

01.09.2013
Für den Karneval der Rollenspielblogs im September hat Zornhau das Thema "Battlemap-Alternativen für Battlemap-Muffel" ausgerufen. Schliesslich ist das Aufbringen der diversen nötigen (Papp-)Figuren und einer für jeden Kampf individuellen Karte nicht jedermanns Sache; auch meine Gruppe hat sich lange dagegen gesträubt und empfindet es insgesamt als zu aufwändig. Mir fallen jedoch direkt zwei Rollenspiele ein, die die Visualisierung des Kampfgeschehens als Alternative radikal abstrahieren: Agon und 3:16 Carnage Among The Stars.

 


Toon: Die Hitzewellen des Aldebaran

24.08.2013
Als der Karneval der Rollenspielblogs die "Hitzewelle" als Thema für den August vorgab, war mein erster Gedanke - man frage mich nicht, warum - ein Astronaut, der auf einer Sonneneruption entlangsurft. Nun finde ich diese Idee zu schön, um sie nicht weiter für das Rollenspiel auszuarbeiten; und zu obskur, als dass mir ein passendes System einfallen wollte. Mit einer Ausnahme: dem von mir bereits hier vorgestellten albernen Cartoon-Rollenspiel Toon.

Verlieren lernen

18.08.2013
Dem Nachwuchs das eigene Brettspielhobby nahezubringen ist für alle Beteiligten lehrreich: Ich lerne, mich auf die Fähigkeiten und Grenzen meiner vierjährigen Jungs einzustellen; und die beiden üben das Einhalten von ersten Regeln. Mit der aktuellen Lektion allerdings tun sie sich derzeit besonders schwer: Verlieren lernen.